{"id":253,"date":"2021-12-06T11:23:02","date_gmt":"2021-12-06T10:23:02","guid":{"rendered":"https:\/\/inventio-mbsr.de\/blog\/?p=89"},"modified":"2022-10-03T16:26:12","modified_gmt":"2022-10-03T16:26:12","slug":"auf-unsere-beduerfnisse-hoeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/inventio-mbsr.de\/website\/auf-unsere-beduerfnisse-hoeren\/","title":{"rendered":"Auf unsere Bed\u00fcrfnisse h\u00f6ren &#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>Ich m\u00f6chte euch heute einladen, zu schauen, ob ihr eure Achtsamkeit auf eure Bed\u00fcrfnisse richten m\u00f6gt.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Wir neigen dazu, viel f\u00fcr andere zu tun, oder um irgendetwas zu erreichen, was vielleicht in unserer Community, unserer Familie, mit unseren Kolleg*innen wichtig erscheint. Andere richten Erwartungen und W\u00fcnsche, ja oftmals auch Forderungen, an uns.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht m\u00f6gt ihr einmal schauen, ob es auch f\u00fcr euch selber stimmig ist, die Erwartungen, W\u00fcnsche, Forderungen immer erf\u00fcllen zu m\u00fcssen.<br>Bestimmte Dinge m\u00fcssen wir erf\u00fcllen, weil wir z-B. Mutter\/Vater sind, weil wir eine Arbeitsstelle haben, weil wir Freundin\/Freund, Tochter\/Sohn, etc. sind. Wir haben Aufgaben zu erf\u00fcllen, wollen auch, dass uns andere m\u00f6gen, m\u00f6chten vielleicht auch unterst\u00fctzen, diejenigen, die uns am Herzen liegen.<br>Manchmal kann es aber auch zuviel sein, wir merken, dass wir \u00fcber unsere Grenzen gehen, merken, dass wir eigentlich so nicht mehr k\u00f6nnen und wollen&#8230;.<br>Vielleicht m\u00f6gt ihr schauen, ob ihr wahrnehmen k\u00f6nnt, was ihr vielleicht gerade braucht, was euch unterst\u00fctzen k\u00f6nnte in diesem Moment, ob es etwas gibt, dass ihr vielleicht ver\u00e4ndern m\u00f6chtet.<br>Achtsamkeit bedeutet auch, F\u00fcrsorge und Freundlichkeit zu sich selbst zu entwickeln und zu \u00fcben.<br>Manchmal k\u00f6nnen das ganz kleine Ver\u00e4nderungen sein&#8230;.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Dazu m\u00f6chte ich gerne eine Situation von heute morgen mit euch teilen:<br>Ich gehe gerne walken, und da ich am Wald wohne, bin ich gerne dort unterwegs, gerne auch morgens, ich finde es herrlich, die Morgenluft zu atmen, die Ruhe wahrzunehmen, gerade im Herbst ist es in der Natur so sch\u00f6n, finde ich&#8230;<br>Nun bin ich also losgezogen, ich war eine Weile unterwegs, da bemerkte ich, dass mein K\u00f6rper ziemlich angespannt war, mehr als eigentlich n\u00f6tig ist, f\u00fcr das Bewegen an der frischen Luft.<br>Ich sp\u00fcrte nach, blieb einen Moment stehen, nahm Kontakt zum Atem auf&#8230;<br>Ich merkte, dass mir die Spannung, die sich im K\u00f6rper zeigte nicht gut tat, die Schulter schmerzte, das Knie ebenso&#8230;..das hatte ich vorher nicht so wahrgenommen, jetzt wurde es deutlich.<br>Ich versuchte, hinzusp\u00fcren &#8222;Was ist jetzt los, was k\u00f6nnte mich unterst\u00fctzen?&#8220;<br>Ich nahm wahr, dass ich gerne draussen bin, mich gerne bewege, wann immer es m\u00f6glich ist und sich einrichten l\u00e4sst im Alltag.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Ich wollte gerne weitergehen,, was war das nur, dass ich mich so angestrengt habe?<br>Ich blieb einfach stehen (wenn jenmand vorbeikam, konnte ich so tun, als warte ich auf jemanden \ud83d\ude42 )<br>Nach einer Weile kam die Erkenntnis: Ich strengte mich so an, weil &#8222;es ja was bringen soll&#8220;, weil &#8222;man sportlich sein muss&#8220;, weil &#8222;man dann in Form bleibt&#8220;&#8230;.. Ich war \u00fcberrascht \u00fcber die Heftigkeit der Gedanken und Glaubenss\u00e4tze, die mich begleiteten&#8230; So war das also&#8230; die Gedanken f\u00fchlten sich nicht angenehm an, sie verst\u00e4rkten die Spannung im K\u00f6rper, sie waren garnicht &#8222;meine&#8220; Gedanken&#8230;. &#8222;Jetzt hast du schon so lange Pause gemacht, jetzt musst du dich noch mehr anstrengen&#8230;&#8220; Das war ein Moment, da musste ich herzlich schmunzeln.<br>Unsere Gedanken bringen uns oft in immer neuen Stress, das zu durchschauen, kann dann auch mal sehr lustig sein \ud83d\ude42<br>Ich ging weiter und merkte, dass ich eigentlich viel langsamer walken wollte, mir auch mal die Farbenpracht der Bl\u00e4tter anschauen wollte&#8230;<br>Ich ging bewusst langsamer (das war nicht einfach, ich musste mich immer wieder erinnern&#8230;:-) ) und merkte, dass die Gedanken nachliessen und einem Genie\u00dfen Platz machten. Es war ein wirklich sch\u00f6ner Morgen&#8230;.<br>Mit Dankbarkeit und Freude setzte ich meinen Weg fort&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich finde es immer wieder sehr spannend, was passiert, wenn wir achtsam sind, wie sich manche Situationen ver\u00e4ndern, wie sich unsere Stimmung ver\u00e4ndern kann&#8230;wir haben so viel mehr Spielraum und Gestaltungsm\u00f6glichkeiten, als wir oftmals annehmen&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche euch viele spannende Erlebnisse und Neugier, wahrzunehmen, hinzusp\u00fcren, achtsam zu sein&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Was immer ihr tut, wo immer ihr seid, m\u00f6get ihr gl\u00fccklich sein<br>LG Christina<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich m\u00f6chte euch heute einladen, zu schauen, ob ihr eure Achtsamkeit auf eure Bed\u00fcrfnisse richten m\u00f6gt. Wir neigen dazu, viel f\u00fcr andere zu tun, oder um irgendetwas zu erreichen, was vielleicht in unserer Community, unserer Familie, mit unseren Kolleg*innen wichtig erscheint. 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